Alte Geschichte
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Tagung : Sprechende Objekte in der Metropole der Vormoderne

Regensburg, 14.-16.11.2019

14.11.2019 – 16.11.2019

PD Dr. Babett Edelmann-Singer  veranstaltet die Tagung gemeinsam mit dem Forum Mittelalter und dem DFG-Graduiertenkolleg 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ der Universität Regensburg.
Im Mittelpunkt der Tagung „Sprechende Objekte in der Metropole der Vormoderne“ soll die Beschäftigung mit spezifischen Objekten stehen, die mit dem städtischen/metropolitanen Raum verbunden sind. Dabei dient die Idee als Ausgangspunkt, Dinge als besondere Quellen zu verstehen, durch die Denkmodelle oder kulturelle Praxis erschlossen werden können, die durch Text- oder Bildquellen nicht sichtbar zu machen wären. Methodisch von besonderem Interesse sind dabei die medialen Brüche, die sich ergeben, wenn die Dinge nicht in ihrer dreidimensionalen Körperlichkeit, sondern ausschließlich als Beschreibung vermittelt durch Texte oder literarische Verarbeitungen vorliegen.
Die Vorträge der interdisziplinären Tagung nähern sich dem Thema „Ding und Metropole“ auf vielfältige Art und Weise. Einerseits werden einzelne Objekte/Objektgruppen/Kunst- oder Alltagsgegenstände thematisiert, andererseits widmen sich die Vortragenden auch größeren Zusammenhängen in der Mensch-Material-Beziehung wie Fragen nach quantitativen Veränderungen oder Konsumverhalten. Im Zentrum steht die Frage, wie das Objekt über eine ihm zugeschriebene repräsentative Bedeutung hinausweisen kann, ob und wie also Objekte Geschichte verändern.
Unter den Schlagworten „Entstehung – Wirkung – Interaktion“ ergeben sich dabei folgende Fragen: Mit welcher Absicht werden die Objekte geschaffen, wie sieht der Prozess ihres Schaffens aus, welche Wirkung entfaltet er im städtischen Raum? Was ist die intendierte und tatsächliche Wirkung bestimmter Objekte, ihr Gebrauch? Wie werden sie später rezipiert, was sagt uns ihre sich verändernde Rezeption – teils über lange Zeiträume hinweg (bis in die Moderne)? Wie interagieren Objekte mit der Metropole, wie werden Objekte z.B. in spezifischen städtischen Ritualen benutzt und wie verändern sie ggf. die Rituale? Wie wird Bedeutung kreiert? Wie verstehen die Benutzer / Betrachter (unterschiedlicher Zeiten) die Bedeutung? Wie wirkt dasselbe Objekt in unterschiedlichen Kontexten? Wie werden dieselben Kontexte, z.B. Rituale, mit sich wandelnden Objekten ausgestattet?
Die geplante Tagung verbindet die Forschungsschwerpunkte des Forum Mittelalter und des Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ mit dem an der LMU München starken Forschungsfeld der „Materiellen Kultur“. Das Vortragsprogramm soll Beiträge aus den Geschichtswissenschaften, der Archäologie, den Philologien und der Kunstgeschichte umfassen und nimmt die Beziehung von Objekt und Metropole in der gesamten Vormoderne in den Blick, fokussiert sich aber auf die Epochen der Antike und des Mittelalters.
Programm der Tagung