Alte Geschichte
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Geschichte der Todesstrafe im Römischen Reich (2. – 6. Jh. n. Chr.)

Buchprojekt von Prof. Dr. Jens-Uwe Krause

Es kann als communis opinio der Forschung gelten, daß die Todesstrafe im Verlauf der römischen Kaiserzeit (1.-6. Jh.) immer häufiger angedroht und auf immer geringere Verschuldungen erstreckt wurde. Die Zahl der Hinrichtungen nahm hiernach zu, vor allem in der Spätantike (4.-6. Jh.). Die einfache Todesstrafe, d.h. die Enthauptung, wurde, so die Forschung, zunehmend durch die verschärfte Todesstrafe ersetzt: Die Verurteilten wurden den wilden Tieren vorgeworfen, sie wurden gekreuzigt oder bei lebendigem Leibe verbrannt.

Trifft dies aber auch zu? Bislang hat sich noch kein Forscher der Mühe unterzogen, das vielfältige Quellenmaterial zum Thema umfassend zu sichten. Genau dies soll die geplante Monographie leisten: Durch die Auswertung sowohl der juristischen wie auch der bislang in diesem Zusammenhang sträflich vernachlässigten literarischen Quellen (insbesondere auch der umfangreichen christlichen Literatur der Spätantike) sollen bisherige Forschungsauffassungen, die auf einer unzureichenden Quellengrundlage basierten, einer Revision unterzogen werden.

Fedor Bronnikov

Fyodor Andreyevich Bronnikov. Das verdammte Feld. Öl auf Leinwand 1878.