Alte Geschichte
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Migrationsprozesse als Kriegsfolgephänomene in der Spätantike (K. Sommerey)

Die Bevölkerung des spätantiken Römischen Reiches lebte in einem Zeitalter ständiger und zum Teil dauerhafter kriegerischer Auseinandersetzungen, die sich immer mehr von den Grenzregionen auf die zentralen Gebiete des Reiches ausdehnten. Die militärischen Konflikte mit dem Parther- bzw. Sassanidenreich, die großräumigen Ereignisse der sogenannten Völkerwanderung aber auch regionale Raub- und Plünderungszüge von „Barbaren“ an der Wüstengrenze Ägyptens und Nordafrikas kennzeichnen diese Epoche.

Das Dissertationsvorhaben zielt auf die Untersuchung von Migrationsprozessen, deren direkte oder indirekte Ursachen in diesen militärischen Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen zu suchen sind. Betrachtet werden Phänomene, die in der Regel durch Begriffe wie Flucht, Vertreibung, Evakuierung, Deportation, Verschleppung und Gefangennahme skizziert werden. An weitgehend literarischen und juristischen Quellen sollen Begrifflichkeiten und Darstellungsformen bei der Beschreibung der Kriegsfolgephänomene, Quantität und Qualität der Migrationsprozesse, deren gesellschaftliche, rechtliche und ökonomische Auswirkungen, die Funktion von Staat und Kirche bei der Bewältigung der Migrationsfolgen sowie die literarische Rezeption und Bewertung der Ereignisse durch die antiken Autoren untersucht werden.

Kontakt

Kai Sommerey M.A.
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